sara scharif's blog
Letztes mal aktualisiert: 21/01 12:31PM

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Die Qual der Wahl der Kommunionkleider
[January 21, 2010]

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21/01 12:31PM
Die Qual der Wahl der Kommunionkleider

Im April ist es soweit: meine Nichte Tina feiert Heilige Erstkommunion. Neben ihrem ersten Mahl am Tisch des Herrn ganz klar ihr Hauptthema: das Kommunionkleid. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden gibt es in ihrer nicht die klassische Einheitskleidung der Marke weiße Kutte, also ist die Aufregung groß, denn „Gott sieht mich ja schließlich!“. Und auch die Freundinnen, Großeltern, Verwandten, Nachbarn und Bekannten. Da muss das Kleid schon ganz besonders schön und festlich sein. Am besten natürlich noch schöner und festlicher, als die Kleider der Freundinnen. Langer Rede kurzer Sinn: vergangenes Wochenende stürmten meine Schwester, unsere kleine Braut Christi und ich diverse Geschäfte, vom Kaufhaus bis zur Boutique, die Kommunionkleidung führten.

Seit meiner eigenen ersten Kommunion hatte ich Vergleichbares nicht mehr getan und war überrascht von der riesigen Auswahl an Kommunion-Mode für die Kleinen. Vom feierlichen Kommunionanzug in dunklen Farben, klassisch, aber auch aus Samt oder Seide mit passenden kleinen Krawatten oder Fliegen bis zum brautähnlichen Kommunionkleid mit Puffärmeln in den verschiedensten Ausführungen gab es einfach alles. Dazu noch Zubehör wie Schleier, Handtäschchen, Kerzen und kleine festliche Schuhe in rauen Mengen.

Aber trotzdem nicht genug für meine unbeeindruckte Nichte. „Gott sieht mich ja schließlich!“. Wie wahr, wie wahr… also ging die Reise weiter ins nächste Bekleidungsgeschäft – und ins übernächste und überübernächste. Und natürlich, wie sollte es auch anders sein: im letzten Laden wurden wir endlich fündig. Dort hing es, das Traum-Kommunionkleid für Tina und Gott. Weiß mit Lochstickerei an Kragen, Ärmeln und Saum, mit engem Oberteil und weit schwingendem Rock. Festlich genug, ohne beim ersten Rumtollen gleich auseinanderzugehen.

Und die passenden weißen Lackschühchen gab es gleich dazu. Das hätten wir auch um Einiges einfacher haben können. Hauptsache, Tina ist glücklich, zufrieden und selig im wortwörtlichen Sinne. Und – da bin ich bei ihrem Anblick sicher – Gott ist es auch.


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